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Bike and Hike: Programmänderung: Tag 1: Bike von Spiez nach Kandersteg und dann weiter von Sunnbühl zur Gemmi-Lodge (1750hm, 50km), Tag 2: Hike vom Taubensee zum Rinderhorn.
Wir waren eine lustige altersdurchmischte Gruppe. War super Tour mit besten Verhältnissen. Siehe Fotos.
Vielen Dank an Iris, Ursi, Daniela, Nicole, Isabelle und David für den wunderschönen Tag.
Schön mit euch unterwegs zu sein!
Catherine
Wiwanni: endlich Steinadler!!!
Nach einer gemütlichen Anreise trafen wir um 10 Uhr in Visp ein und konnten sogleich in den Bus nach Ausserberg umsteigen. In Ausserberg Dorf angekommen, erwartete uns die erste kleine Überraschung: das Alpentaxi wartete auf uns nämlich am Bahnhof Ausserberg. Nach überschaubarer Wartezeit ging es im bequemen Mercedes Combi in Richtung Fuxtritt, wo der Aufstieg zur Hütte startete.
Der Aufstieg erfolgte bei Sonnenschein und toller Weitsicht auf die südlichen Walliser Alpen. Nach knapp 1.5h trafen wir in der Wiwannihütte ein. Von der Anstrengung hungrig geworden, gönnten wir uns zuerst eine Gemüsesuppe, auch als Stärkung für den bevorstehenden Nachmittag im Klettergarten.
Etwa um 14 Uhr sind wir nach kurzer Wanderung und Schneefeldquerung im «unteren Klettergarten» angekommen. Von 3b bis 6b ist alles vertreten. Als erstes folgte eine kurze Repetition von Stand einrichten und Abseilen, danach ging es ans Klettern. Wir waren hauptsächlich im 5ten Grad unterwegs, die 6b hatten aber alle auch einmal nach oben geschafft. Nach ca. 3 Stunden machten wir uns auf den Weg zurück in die Hütte, wo uns am Abend ein feines Znacht erwartete.
Am Montag ging es früh um halb Sieben in den Gemeinschaftsraum zum Zmörgele. Danach Sachen packen und auf in Richtung Steinadlerroute (5c). Der Einstieg in die Route war noch von Schnee bedeckt, das bedeutete die erste Seillänge stiegen wir von der benachbarten Route «Wi vom Fass» auf. Die Kombination aus Sonnenschein und schöner Kletterroute ergab ein tolles Klettererlebnis. Nach den 13 Seillängen ging es in Gratkletterei über bis zum Gipfel. Diese hatten wir in Ihrer Länge etwas unterschätzt. Nach sehr kurzer Verschnaufpause und obligatem Gipfel-Selfie ging es weiter mit der Gratkletterei hinunter bis zur Abseilstelle am SW-Grat. Nach einer Abseillänge (50m) blieb uns nur noch der Rückweg zur Hütte über die schneebedeckte Wiwanniebene. Mit nassen Schuhen, leerem Magen aber mit sehr schönen Klettererinnerungen kamen wir um ca. 17 Uhr in der Hütte an. Das Znacht konnten wir kaum erwarten!
Nach einer erholsamen Nacht und ausgiebigem Zmorge ging es am Dienstagvormittag wieder zurück ins Tal nach Visp. Von dort in den Zug in Richtung Basel, wo wir um 1 Uhr eintrafen.
Mettmen
Drei Monate hatten wir auf richtigen Regen gewartet, der die Gärten wässert und der Natur und uns eine Verschnaufpause gönnt. Und jetzt war er da – genau zum Start unserer Tour. So ist es manchmal, wenn Wünsche in Erfüllung gehen.. Matyi passte kurzerhand das Programm an: anstatt früh aufstehen am Freitag und am Nachmittag schon klettern, hiess es gemütlich am späteren Morgen in die lange Anreise starten. Dass es bei unserer Ankunft immer noch regnete, machte auch deswegen nichts, weil der „Hüttenzustieg“ zum gemütlichen und schön gelegenen Naturfreundehaus weniger als eine Viertelstunde dauert. Am nächsten Tag war das Regenwetter weitergezogen und wir konnten in einen ausgiebigen Klettertag starten. Die Felsen mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen, Höhen und Schwierigkeiten hatten allen etwas zu bieten. Von «Patriotenweg (3b) bis «Munggä-Rap» (6b) erprobten wir unser Können in allen möglichen Routen. Auch die ungewöhnliche Würmliroute («Hans im Schneckenloch» 4c) musste unbedingt ausprobiert werden und machte den BegeherInnen viel Spass (siehe Fotos). Nach der Kletterei war sogar noch Zeit für einen kleinen Schwumm im Stausee, bevor wir uns als vom Hüttenwart gefürchtete „Flexitarier“ wieder zum reichlich Käse- und Rahmlastigen Dreigangmenu an den Tisch setzten. Auch für eine Runde Töggelikasten hatten wir noch genug Zeit.
Da der Freitag als Klettertag buchstäblich ins Wasser gefallen war, entschieden wir, am Sonntag auch noch einmal zu klettern, auch wenn die Fingerbeeren vom griffigen Fels schon ziemlich rot waren. Wir machten uns also am Morgen noch einmal auf Richtung Felsen und suchten jetzt schon fast eher die schattigen Wände, da das Wetter noch einmal freundlicher geworden war. Wieder genossen wir die vielfältigen Klettereien in vollen Zügen, diesmal an einem Südwest-Block und im Sektor Badile, den wir aufgrund eindrücklicher Fotos, die am Vorabend herumgezeigt wurden, in «Julie-Wand» umbenannten. Die anderen Sonntagskletterer verteilten sich gut an den verschiedenen Wänden, sodass wir einen weiteren friedlichen Tag verbrachten, und Matyi hängte geduldig ein, wozu wir keinen Mut hatten, oder coachte uns durch die schwierigen Stellen. Als wir genug hatten, hüpften wir noch einmal in der gleichen Konstellation wie am Vortag in den Stausee und auch das restliche Picknick kam noch weg. Danach alles wieder rückwärts: Seilbahn, Postauto, S-Bahn, Schnellzug. Schliesslich sassen wir müde und zufrieden mit «langen Armen» daheim vor unserem milchfreien Kichererbsencurrys und waren (klettertechnisch) wunschlos glücklich. Danke, Manuela und Daniela, für die gute Stimmung und danke, Matyi, für die schön gewählte Plaisir-Tour und die gute Leitung!
Tourenbericht: Muriel
Mit speziellem “Gepäck” treffen sich der Tourenleiter Christoph, Eva, Cecile und der Verfasser des Tourenberichts Urs, am Bahnhof in Hohtenn. Anstatt Bergschuhe, Seil und Pickel sind die AngensteinerInnen mit dem Mountainbike zu dieser 2-tägigen Tour angereist.
Bei hochsommerlichen Temperaturen unternehmen wir am ersten Tag eine “Aufwärmtour” oberhalb der Lötschberg-Südrampe. Nach einem schweisstreibenden Aufstieg auf der Strasse folgt eine technisach anspruchsvolle Trailabfahrt durch duftendes Kieferholz und über staubige Wanderwege mit einigen engen Kurven. Unterstützt mit Tipps der erfahrenen Bikers schaffen es auch die Newcomerinnen ohne allzu grosse Plessuren zurück in’s Tal.
Der geplante Aufstieg mit den Bergbahnen und den Bikes zur Wildstrubelhütte müssen wir dann aus zeitlichen Gründen anpassen – zum Glück: Starker Wind und – endlich wieder mal – heftiger Regen setzen ein als wir in der Cabane des Violettes in unmittelbarer Nähe der Gondelbahn eintreffen. Das feine Fondue zum Znacht und die eindrückliche Szenerie mit einem grossen Regenbogen, der das ganze Tal vom Monte Leone bis zum Weisshorn überspannt, entschädigen uns vollends für die Umplanung.
Tags darauf trägt uns die Gondelbahn auf die höchstgelegene Bergstation die mit Mountainbikes in der Schweiz erreicht werden kann. Die anfänglich flüssige Abfahrt durch die Mondlandschaft auf der Plaine Morte wird bald durch etliche Schiebe- und Tragepassagen ersetzt. Kurz vor der Wildstrubelhütte fragen wir uns ernsthaft, ob wir mit unserem Sportgerät richtig liegen oder ob nicht doch allenfalls die Kletterausrüstung angebracht wäre….
Nach einem kurzen Kaffeehalt in der Wildstrubelhütte gilt wieder volle Konzentration für die anfänglich alpine und ruppige Abfahrt. Das Bike schieben ist oft – für die Mehrheit der Gruppe – die sicherere Wahl.
Der Weiterweg über die eindrückliche Hochebene des Rawilpasses über die Steilstufe oberhalb des Lac de Tseuzier ist flowig zu fahern und somit reiner Mountainbikespass. Mit einem freundlichen Gruss und Rücksichtnahme begegnen wir den Wanderern – so geht das Nebeneinander von unterschiedlichen Benutzergruppen auch in Bergen problemlos!
Auch im unteren Streckenabschnitt sind einige knifflige Passagen zu befahren. Über grobe Wurzeln und Steine entlang der Bewässerungsgräben “Suonen” – oder hier im französichen Teil des Wallis korrekterweise “bisses” genannt - durch äusserst enge Tunnel und durch die traubenbehangenen Rebberge oberhalb von Sion fahren wir müde aber glücklich durch die schöne Altstadt, direkt zum Glacéstand – wir haben es verdient.
Insgesamt über 55 km Fahrstrecke und rund 3’500 “Tiefen”-Meter ohne nennenswerten Zwischenfall sind eine Leistung zu der alle Beteiligten dank guter Selbsteinschätzung beigetragen haben.
Herzlichen Dank für die Tourenführung, die unkomplizierte Planänderung, die gemütliche Jassrunde und das schöne gemeinsame Bergerlebnis – auch ohne Seil und Pickel.
Urs
Die Sonntagswanderung zur Muttseehütte ist verbunden mit sonniger Wartezeit für die Fahrt von Tierfehd zum Kalktrittli, viele Menschen möchten die 1000 Meter in kühlere Gefilde schwebend überwinden. Die nächsten knapp 1000 Meter wandern wir schwitzend und kurz vor dem erwarteten Regen oder gar Gewitter kühlen wir uns im See ab.
Am nächsten Morgen steht unser Zmorge bereit, wir vier sind die einzigen Frühaufsteher. Vorbei am Obersee heisst es bald gut auf Steinfiguren zu achten, welche den Weg durch die Steinblöcke weisen. Kurz nach 8 Uhr erreichen wir den Abzweiger zur Hochebene, von wo der Hausstock erstmals zu sehen ist. Kurz vor dem Drahtseilfurggeli wird’s einigen mulmig und brechen den Abstieg ab. Ja, er ist schon etwas gfürchig, dieser Tiefblick auf beide Seiten. Wir kehren zur Abzweigung zurück und besteigen noch den Ruchi, von wo man einen fantastischen Weit- und Rundblick hat.
Auf dem Rückweg zur Hütte geniessen wir wieder ein erfrischendes Bad und sammeln danach Abfall, welcher wohl noch vom Bau der Staumauer herrührt, v.a. Plastikmaterial, und wegen dem tiefen Wasserstand offen rum liegt.
Am späten Nachmittag gibt es wieder zünftig Regen - wir sind schliesslich im Glarnerland – dazu einen vollständigen Regenbogen.
Der dritte Tag beginnt mit der Wanderung über die gut 1000 Meter lange Staumauer, vorbei an äsenden Steinböcken und die erste Rast ist bei der frisch renovierten kleinen Kistenpasshütte, wo Bialetti-Kaffee zum guten Ton gehört. Nach einer weiteren Stunde deponieren wir die Rucksäcke am Fuss des Kistenstöcklis und nehmen die steilen, teils kraxligen 250 Höhenmeter unter die Füsse. Oben angekommen staunen wir über die vielen Steinfiguren in allen Grössen und Formen. Den «Gipfel», der eine Fläche von ungefähr einem Fussballfeld hat, haben wir sicher eine halbe Stunde für uns allein. Nun geht’s zurück und hinunter zur Alp Quader, auf einfachen Wegen über Wiesen und Weiden. Das lokale Alpentaxi erspart uns ein paar Hundert Meter Abstieg nach Breil/Brighels, worüber wir ganz froh sind, zumal es wieder sehr warm ist. Eine feine Glacé bei der Dorfbäckerei ist der Schluss der Tour vor der Heimreise via Chur.
Ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmerinnen Marlis, Daniela und Beatrix für die schöne Kameradschaft, den Mut zum Versuch und klaren Entscheid zur Umkehr, die stets gute Stimmung!
Bilder: alle – Text: Ursi
Der diesjährige Mountain Marathon war je nach Kategorie ein unterschiedlich anstrengender, aber in jedem Fall wunderbarer und erlebnisreicher Anlass.
Bereits die Anreise am Freitagabend war ein Erlebnis. Die einen liefen mangels abendlicher Busverbindung zu Fuss von Melchtal zur Stöckalp, andere mussten bei Wilhelm Tell einen Schlafsack organisieren und einer liess sich auf der Autobahn fotografieren. Die Pastaparty im Sportcamp auf der Stöckalp war gut.
Der Samstag begann ganz bequem mit einer Gondelfahrt auf die Melchsee-Frutt. Pünktlich um 10.30 Uhr war dann der Start am Melchsee. Ab jetzt wurde es anstrengend. Rechts um den See, das Skilift-Trassee hinauf, um das Horn herum und zur nächsten Alp, dann ein quer-durch-die-halbe-Karte Routenwahlproblem und ein Brunnen zum Wassertanken. Übers Abgschütz zurück zum See, nochmals rechts herum und dann nur noch schnurgeradeaus und mit ein paar Umwegen zum Ziel des ersten Tages beim Tannensee.
Die Teilnehmer der kürzeren Strecken bädelten ganz entspannt im See. Wir jedoch mussten bei der Materialkontrolle zeigen, dass wir Apotheke und Schlafsack dabei hatten. Anschliessend begann die Verpflegung: als Apéro etwas Isostar, dann als Primo-Piatto Quick-Lunch-Nudeln in Rahmsauce, als Secondo-Piatto Quick-Lunch-Kartoffelbrei mit Creme fraiche und Schnittlauch und als Terzo-Piatto Quick-Lunch-Nudeln Hot Chili. Das Dessert mit Schoggicreme aus Milchpulver zum Kalt-Anrühren wurde verschmäht, weil man unterwegs zum Him- und Heidelbeersammeln keine Zeit fand. Stattdessen wurde ein Stück Aprikosenkuchen in der Tannalp verdrückt. Nach einem erholsamen Schlaf (gibt es eigentlich auch Zelte mit einem ebenem Boden?) wurden wir bereits um Viertel vor Sechs geweckt. Zwei Angensteiner-Teams durften um sieben Uhr starten. Die andern folgten dann um acht.
Die Strecken vom Sonntag waren mit weniger Aufstiegshöhenmetern versehen, dafür aber umso mehr Abstiegsmetern und vor allem viel Distanz. Man kam fast bei allen Seen vorbei (Blausee, Melchsee, Tannensee, Engstlensee). Nach dem Übergang Chringen ging es dann endlich nur noch bequem hinunter, leider mit einem kleinen Umweg mit nochmals 250 Metern Aufstieg. Bei der Temperatur wäre das eingentlich gar nicht zulässig gewesen. Durchs Brennessel-Wäldchen und über den 37. Kuhdraht erreichten wir endlich das Ziel beim Sportcamp in der Stöckalp.
In der Kategorie "Trail-Marathon Strong" erreichten die Angensteiner-Teams den 2. Platz bei den Damen und den 2. Platz bei den Couples. Herzliche Gratulation.
In der Kategorie "Orienteering-Marathon Light" war der erreichte Rang nebensächlich, aber die Strecke überraschend lang: mehr als 45 km, 2500 m Aufstieg und 3400 m Abstieg, d.h. 71 Leistungskilometer an beiden Tagen zusammen.
Die Kategorie "Trail-Marathon Light" ist kurz und schnell. Da schafft es jeder ins Ziel, vielleicht auch du im nächsten Jahr in Campra, südlich des Lukmanierpasses. Wer ist dabei?
Wanderung Reha-Klinik Wallenstadtberg – Alp Tschingla – Chäserrugg
25./26. Juli 2026 mit 13 Teilnehmern
Entgegen der Langfrist-Wetterprognose, hatten wir am Samstag strahlendes Wetter, über Nacht ein Gewitter und am Sonntag war es wieder trocken. Nur war der Chäserrugg am Sonntag leider in Nebel gehüllt.
Unser Ziel am Samstag war die Durchquerung der Felswand via dem Sitzsteinweg. Nach einem sehr steilen Aufstieg durch den Wald erreichten wir den Anfang des Sitzsteinwegs am Fuss der Felswand. Anfänglich machte es den Anschein, als ob man einen Klettersteig vor sich hätte. Denn gleich am Einstieg hatte es ein dickes Geländer an dem man sich halten und die ersten Höhenmeter überwinden konnte. Es ist ein faszinierender Weg, immer wieder mit guten Griffen, aber zum Teil recht ausgesetzt. Nicht von ungefähr wurde in der Ausschreibung betont, dass es sich um einen Schwierigkeitsgrad T3 handelt und eine anspruchsvolle Bergwanderung bevorsteht. Auch wurde nicht verheimlicht, dass es exponierte Stellen hat, welche mit Drahtseil gesichert sind.
Auf alle Fälle haben es alle geschafft und mit Stolz und Freude die Alp Tschingla erreicht. Den Rest des Nachmittags konnten wir uns entspannen.
Der Respekt vor der bevorstehenden Tour beschäftigte jedoch einige Teilnehmer. Auch wenn das Hüttenehepaar beteuerte, dass der weitere Aufstieg nicht schlimmer sein werde als was wir bisher geleistet hatten.
Nach einem gemütlichen Nachtessen mit Älplermacronen, viel Käse und einer währschaften Wurst verbrachten wir den Abend zusammen bis wir uns in unser Lager verkrochen.
Frühstück gab es um 7:00 Uhr und nochmals viele Diskussionen, bis dann einige beschlossen den gemütlicheren Weg über den Sitzstein und Paxmal wieder hinunter zu nehmen. Pascal als Wanderleiter begleitete die Vier.
Richard mit seiner Gruppe von acht machte sich auf den Weg hinauf auf den Chäserrugg. Den Schluss machte Eveline. Das erste Teilstück führte über eine steile nasse Wiese, durch den Wald und an felsigen Passagen vorbei. Wegen der feuchten Unterlage war der Weg recht anspruchsvoll und teils rutschig. Unsere erste Pause machten wir am Chammsässli.
Nach einem kurzen weiteren Anstieg folgte ein steiles Couloir, wo einige doch hin und wieder auch ihre Hände zu Hilfe nahmen. Oben angelangt machten wir eine kleine Trinkpause, um uns für die anstehende ausgesetzte Passage zu stärken. Diese erschien uns dann aber viel weniger schlimm als erwartet.
Das letzte Stück über Wiesen und Schotterwege führte uns durch den Nebel zum Gipfel hinauf. Das Erste was wir sahen war ein Wegweiser, der nach links zum Hinterruck zeigte und nach rechts zum Chäserrugg. Nun wussten wir, dass wir sehr nahe am Ziel waren. Wir glaubten uns schon auf dem Gipfel, als vor uns noch eine hohe Felswand herausragte. Als wir näher kamen erkannten wir, dass es sich um das Gipfelrestaurant handelte. Kurz nach 12:00 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht und konnten uns gegenseitig erfreut zum Erfolg gratulieren. Nur der Nebel verdeckte uns die wunderschöne Aussicht. Eine gute Suppe und ein suure Most im stilvollen Restaurant von Herzog und Demeuron rundeten das erlebte noch ab.
In Sargans vereinten sich unsere Gruppen wieder, wo wir den Zug nach Basel nahmen.
Spannende Kombination aus “alpiner Wanderung” und “Klettersteig” – der dritte Teil “Hochtour” fiel leider ins Wasser…
Am Freitag gegen Mittag trafen wir uns bei bestem Wetter am Col du Pillon. Die Wanderung zum Refuge de Pierredar verläuft erst mal durch lichten Wald in Richtung SW und weitgehend horizontal (das heisst in echt: in wiederholtem auf und ab). Nach anderthalb Stunden schwenken wir bei der Alp Lécheré nach SO und bewegen uns fürderhin auf einem schönen, aber sehr schmalen Pfad durch steile Wiesen (“Le Drudy”), die wenig unterhalb in senkrechten Wänden abbrechen – hier ist Konzentration gefragt (bei Nässe wäre das definitiv nicht zu empfehlen!). Aber sicher erreichen wir den Schuttkegel von Prapio und eine Stunde später sind wir auf der wunderschön gelegenen Hütte von Pierredar.
Am Samstag geht’s über die “Via Ferrata des Dames Anglaises” hinauf zum Scex Rouge – niemand weiss, woher die Via Ferrata diesen Namen hat, aber wir hatten jedenfalls unsere Engländerin (Luanna) dabei, wie sich’s gehört!
Lt. SAC-Tourenportal ist die Via Ferrata ist mit “KS3+” klassifiziert, lt. Beschreibung am Refuge mit “D”. Und es gibt durchaus zwei oder drei Stellen, die ein bisschen kniffelig sind und vielleicht die D verdienen. Insgesamt aber ein sehr schöner Klettersteig (mit viel Felskontakt und nicht mehr Eisen als nötig) durch eine atemberaubende Landschaft zwischen Gletscherrest (Glacier du Prapio) und Kalkschiefer.
Vom Col de Prapio führt uns eine Schotterpiste zum Rummelplatz “Scex Rouge”, dessen “Peak Walk” wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aber danach sind wir froh, den Abenteuerspielplatz verlassen zu können und die gemütliche Cabane des Diablerets anzusteuern.
Aufgrund des angekündigten Wetterumschwungs mit ersten Regenschauern konnten wir die Via Ferrata des Chamois in den Wänden unterhalb der Seilbahn-Mittelstation nicht mehr begehen. Aber immerhin machen sich ein paar untentwegte zu einer “Reko-Tour” auf und gehen bis zum Notausstieg des Steigs. Resumee: der mit KS5 bewertete Steig ist optimal und mit sehr viel Eisen versichert. Einige überhängende Passagen brauchen zwar ordentlich Kraft, aber technisch bis dahin nicht besonders anspruchsvoll.
Am Sonntag wachen wir dann bei Regenwetter auf. Die Hochtour zum Sommet des Diablerets, für die wir zwei Tage lang das ganze Equipment mitgeschleppt haben (Seile, Gletscherausrüstung), ist so nicht möglich. Wir nutzen stattdessen den kurzen Weg zur Mittelstation und fahren mit der Seilbahn runter.
Dank an alle Mit-Wanderer und -Bergsteiger.
Hier geht’s zum Fotoalbum: https://photos.app.goo.gl/EBm1dQx4QZtqe6aX6
Work and Bolt 13.7. - 19.7.2026
Am Montagmorgen machte sich eine bunt gemischte Truppe auf den Weg zur Lämmerenhütte. Mit der Motivation, neues zu lernen und dabei einen Einsatz für die Hütte zu leisten, waren wir unterwegs.
Da wir schon 70m Seile und Ausrüstung für eine Woche dabeihatten, war der geforderte «leere Platz im Rucksack» gar nicht mehr so gross. So waren wir froh, als die Nachricht kam, dass am Wochenende schon fleissig gearbeitet wurde und 3 Bohrmaschinen, 150 Bolts, 12 Stände, Akkus, Hämmer und diverses weitere Werkzeug dank Matyas und weiteren Helferinnen schon den Weg in die Hütte gefunden hatte. (Danke!) So konnten wir mit leichtem Gepäck zur Hütte aufsteigen und hatten noch genug Energie, um am Nachmittag im Sektor Lämmerenhorn den Fels zu testen. So wussten wir schon über die Struktur Bescheid, das war für die kommenden Tage hilfreich.
Am Dienstag ging es richtig los: Im Sektor Leiterli sollten Routen saniert, sowie neue eingerichtet werden. Sämtliches Material wurde zum dreissig Minuten und 160 Höhenmeter entfernten Felsband transportiert. Zum Glück waren wir zu neunt und konnten das Gewicht gut aufteilen. Vor Ort wurden wir von Bergführer Ueli Gnädinger instruiert und wir hatten auch die Gelegenheit, unsere Fragen zu stellen, die er sehr kompetent beantwortet hat.
Im linken Wandteil konnte man bestehende Stände benutzen, um weitere Routen von oben einzubohren. Dies hat den Vorteil, dass man die Kletterbewegungen im Toprope ausprobieren und die Position der Haken in Ruhe anzeichnen kann. Auch eine grobe Putzaktion dieser Routen passierte schon am Dienstag.
Im rechten Wandteil, wo noch keine Routen waren, durften wir die erste von unten einbohren. Gesichert an Cliffs und Friends bohrten wir Haken um Haken, bis wir auf einem Band ankamen. Wir fühlten uns dabei wie Entdecker auf hoher See. Wir kletterten ins Unbekannte und freuten uns über alles, was wir fanden - vor allem natürlich über Strukturen, an denen wir uns sichern konnten 😊 Beim Einbohren von unten kommen die Haken erstmal dahin, wo es möglich ist sich zu sichern und beide Hände freizubekommen. Zum Glück ist dies meist auch eine günstige Einhäng-Position für den Kletternden, so mussten wir nur einen Haken neu positionieren.
Am Mittwoch waren die Arbeiten umgekehrt: Im Linken Wandteil wurde gebohrt, rechts wurde die erste Route gründlich von losem Gestein befreit, es wurde gejätet und "gebeselt". Gewisse Griffe mussten aus Sicherheitsgründen noch etwas entschärft werden.
Insgesamt verbrachten wir für das Putzen einer Route doch einige Stunden am Seil und wir alle schätzen nun gut ausgerüstete Kletterrouten, die wir sonst einfach "konsumieren", um so mehr.
Leider machte am Mittwoch das Wetter Kapriolen: Sonne und Hagel wechselten alle 30 Minuten ab und am Nachmittag regnete es so stark, dass wir den Nachmittag mit Jassen in der Hütte verbringen mussten.
Am Donnerstag machten sich Ueli und Matyas wieder früh morgens auf den Weg und liessen es beim Leiterli wieder ordentlich rumpeln – es mussten weitere lose Felsen runter. Ein Brecheisen machte seinem Namen alle Ehre und brach auch gerade entzwei.
Wir kamen in sicherem Abstand nach und die Arbeit ging weiter. Im rechten Wandteil wurden noch zwei Stände gesetzt und man konnte nun auch von oben einbohren. Wir bekamen Unterstützung von Stefan aus dem Berner Oberland und so konnten wir effizient weiter bohren und putzen. Im linken Wandteil wurden inzwischen die bereits bestehenden Routen saniert. Wir ersetzten alte Stände und begradigten den Seilverlauf.
Am Donnerstag wurde auch eine weitere wichtige Aufgabe erledigt: Beim ehemaligen Standort der Hütte lagen immer noch alte Konservendosen und weiterer Müll, der nun endlich beseitigt wurde. Diese Aufgabe erledigten Christian, der uns auch sonst die ganze Woche über unterstütze und Daniel und Silvia, die ihren Einsatz gerade mit einer Wanderung nach Kandersteg verbinden konnten. Nun sieht es bei der alten Hütte viel ordentlicher aus.
Den Freitag und Samstag verbrachten wir mit dem "Feinschliff" und dem Testen der Routen. Es war ein tolles Gefühl, die Routen, die wir erschlossen hatten, durchzuklettern und zu geniessen. Ab und zu sorgte ein Hagelschauer oder ein Wolkenbruch für eine kleine Pause, aber schlussendlich war alles fertig und wir konnten das Material zurück zur Hütte tragen. Stefan und Matyas hatten am Samstag noch eine Route im Sektor Lämmerenhorn eingebohrt. Weil das Testklettern am Samstag ins Wasser fiel, stellten wir uns am Sonntag einen Wecker und testeten die Route bei Sonnenaufgang mit genialer Aussicht. Anschliessend schnappten wir unsere Rucksäcke, verluden einen Teil des Materials aufs Lastenbähnli (danke ans Hüttenteam!) und traten die Heimreise an.
Ich möchte mich bei allen, die es möglich gemacht haben für diese tolle Woche bedanken. Wir haben sehr viel gelernt und sind bestimmt alle kompetenter am Felsen unterwegs als vorher. Beide Sektoren haben sicher ein deutliches Upgrade erhalten: Im Leiterli sind 6 neue Routen entstanden und im Sektor Lämmerenhorn eine. Zudem sind diverse alte Routen saniert und auch der Müll bei der alten Hütte wurde beseitigt.
Wir hatten Glück mit schönem Wetter und konnten der Hitze in den Städten für einen Moment entkommen. Ja es war auch heiss den Berg hinauf zu wandern doch ein Lüftchen kühlte und die Seele konnte die schöne Bergwelt und den Blick über den Thunersee bis hin zum Jura aufsaugen.
Nach der Gipfelrast folgten wir dem Weg zur Grathütte. Mit Getränken aus einer Kiste gestärkt den Berg hinunter zurück nach Ramslauenen wo unsere Wanderung begann.
Daniel, Rolf, Beat, Daniel, und die M und M’s
Freitag
Treffpunkt für die aus verschiedenen Richtungen anreisenden Teilnehmer in Ovronnaz. Die beiden Fussgängerinnen nehmen den Sessellift und laufen über den Col Fenestral und Lac de Fully. Die sieben Biker fahren zuerst der Madame mit dem Bikini durch den Garten und dann über Randonne und Erié zum Lac Supérieur de Fully und zur Cabane Sorniot. Leider gibt es hier nur noch ein einziges Kuchenstück. Anschliessend zu Fuss zur Cabane Demècre, wo wir uns dem Kuchen und dann der Betrachtung der Steinböcke und der untergehenden Sonne widmen.
Samstag
Höhenweg nach Rionda. Hier bei schönster Aussicht Apéro mit feinem und sehr lokalem Wein. Anschliessend zur Cabane La Tourche. Endlich gibt es wieder Kuchen. Danach Wasser auffüllen in Rionda und Aufstieg zum Abri A97 am Dent de Morcles. Beim Abri A97 handelt es sich um einen der 13 ehemaligen Truppenunterstände in der Westflanke der Dents de Morcles. Die Infrastruktur ist sehr rustikal: es gibt einen Ofen, Holz und Etagenbetten. Man schläft nicht auf Stroh, sondern auf Algen (franz. "Varech"). Wasser muss man selber hochtragen. In der Unterkunft, die komplett in den Fels gebaut wurde, ist es relativ kühl. Ein warmer Schlafsack ist sinnvoll. Lange Hosen werden überbewertet, eine Windjacke als Hose geht auch. Am Abend verpflegen wir uns mit Hörnli und drei verschiedenen Pesto. Anschliessend widmen wir uns dem Anblick der Steinböcke, dem Tiefblick ins Rhonetal und dem Ausblick zur untergehenden Sonne.
Sonntag
Aufstieg auf alten Militärwegen über die Grande Vire und durchs Couloir Nant Rouge auf die Grande Dent de Morcles. Abstieg über die Cabane Fenestral. Endlich gibt es wieder Kuchen. Hier verlassen uns die Fussgängerinnen Richtung Ovronnaz. Wir wandern hinunter zum Lac de Fully und dann mit dem Bike über l'Érié und Randonne. Der Gravelbiker wird ordentlich durchgerüttelt. Er verzichtet auf die Abfahrt via den berühmten Marmorbruch Cipolin hinunter nach Saillon. Am Bahnhof in Riddes treffen wir uns wieder. Aprikosen werden sonntags leider keine verkauft, dafür im elektronisch schwierig aufschliessbaren WC viel Wasser getankt.
Dabei war eine wunderbare Gruppe: Hanneke und Selma aus Holland; Céline, Paul und René in kurzen Hosen; Fredi mit schwerem Rucksack; Eva mit kurzen und Olivier mit langen Beinen; Felix mit Ideen: see you next year im Rifugio Camosci, im Rifugio Ganan oder im Bivacco Piano della Parete.
Durch den Dschungel zu bunten Vögeln und wilden Tieren
vom Wälschgätterli zur Arche Noah
Um ca. 09.00 warteten in Erschwil 7 wanderfreudige Angensteiner: innen auf die beiden Frauen aus Laufen – vertieft in ihre Gespräche verpassten sie die Abfahrt des Buses nach Erschwil in Breitenbach - Autostopp wie in alten Zeiten – dann war die Gruppe komplett.
Die Temperaturen waren beim Start wider Erwarten nicht so hoch, sodass wir uns für den steilen Aufstieg entschieden. Der Weg führte durch Wald und durch Wiesen und schon bald konnten wir unserer Nase vertrauen – wir folgten dem Rauch- und Feuergeruch. Rainer hatte schon angefeuert und wir starteten mit einem Kaffee – welch ein Luxus! Nach dem gemütlichen Bräteln hiess es „aufbrechen zum Wälschgätterli“ – das Bild spricht für sich und zeigt, auf welcher Seite des Röschtigrabens es sich gut und sonnig leben lässt.
Weiter ging die Wanderung Richtung Mervelier, kurze Busfahrt nach Courchapox (schon gehört?) und wieder Wandern zur „Arche Noah“. Eigentlich keine Sache, aber der vorgeplante Weg war nicht zu finden. So kämpften wir uns durch das Dickicht - Dornen, Äste, rutschiger Blätterboden – abenteuerlich, jedoch zielführend.
Pünktlich um 14.00 begrüsste uns der Taxidermist-Sculpteur, Christian Schneiter, Besitzer der Arche Noah bei Vicques. Wie er Tiere präpariert, dass kein Tier getötet wird, um präpariert zu werden, ob die Augen echt sind oder nicht – das alles erfuhren wir durch den einführenden Kurzfilm. Und dann staunten wir: über 3000 Exponate aus der ganzen Welt, vom kleinsten Vogel bis zum grossen Bären und gewaltigen Krokodil kann man bewundern. Eine umfangreiche und eindrückliche Ausstellung!
Die versprochene Hitze kam am Nachmittag doch noch und hatte unsere anfängliche Wanderlust gezügelt. Wie froh waren wir, dass der Bus uns direkt vor dem Haus nach Delémont und der Zug Richtung Basel führte,
Wir erlebten einen wunderbaren Tag in einer für viele von uns unbekannten Region der Schweiz - danke an Christian Aeschlimann, den Wanderleiter. Und danke auch an Vina Wyser und Rainer Meier, die uns die Mittagspause dank ihrer Vorbereitungen ausgiebig geniessen liessen.
Dabei waren: Beat, Rainer, Vina, Daniel, Ruth,( Bericht) Edith, Jürg A., Maurus, Fritz, Christian (TL) Jürg Z spez Guest
Von der Schwarzwasserbrücke über Schwarzenburg und Guggershörnli nach Schwarzsee
Tag 1. Wir beginnen mit acht Senior:innen die Wanderung durch den Naturpark Gantrisch bei der Schwarzwasserbrücke. Durch den Schwarzwassergraben, die tief eingefressene Furche durch das Molasse Gestein, bis Bütschelbach. Hier verlassen wir den Graben und bewegen uns über sanfte Hügel bis Schwarzenburg. Im Gasthof Bühl finden wir unser Quartier.
Tag 2. Von Schwarzenburg wandern wir über die Hügel der Voralpen, steigen auf das Guggershörnli mit der super Aussicht und hinunter nach Guggisberg. Im Vreneli Museum erzählt uns Therese Aebischer, die Leiterin, viel Interessantes über Geschichte, Land und Leute und natürlich vom Vreneli und Hansjoggeli. Wir fahren mit dem Postauto wegen Baustellen auf Umwegen zurück nach Schwarzenburg zum Gasthof Bühl und entgehen so knapp dem einsetzenden Starkregen.
Tag 3. In Schwarzenburg werden auf den Dorfplatz mobile Bäume aus dem Baselbiet abgeladen und verteilt. Auch hier auf dem Land tut man etwas für mehr Schatten. Wir besteigen nach einem kurzen Besuch im Schloss, nun noch zu fünft, erneut das «Poschi» und fahren nach Zollhaus. Es geht wieder der Sense entlang (Röschtigraben) mit zahlreichen Biberbauten, bei regnerischem Wetter zum Schwarzsee. Hier endet die offizielle Tour, die meisten fahren nach dem «Gipfelbier» zufrieden über Freiburg nach Hause, froh das Freiburger Land kennen gelernt zu haben.
Tag 4. Die Nimmermüden übernachten am Schwarzsee, wandern am Morgen, bei zunehmend schönem Wetter, in 5 Stunden durch den Brecca-Schlund auf den Euschelspass, und nach Jaun.
Dabei waren: Christian (TL, Bericht) Ursi (TL2), Uschi, Matthias (Fotos), Yvonne, Ruth, Florence, Fritz, Heinz.
PS: Der Schwarzwassergraben ist grün und der Schwarzsee ist blau (von oben gesehen).
Zuerst strampeln wir von Solothurn nach Oberdorf. Bei der Talstation der Seilbahn beratschlagen wir das weitere Vorgehen: alle möchten hinauffahren – die einen mit der Bahn, die andern mit dem Bike → wir teilen uns in zwei Gruppen.
Oben auf dem Berg fahren wir gegen Osten, staunen über das leichte eBike von Urs, schauen von der Röti Richtung Mittelland und Alpen, schieben das Bike ein paar Meter den schmalen Wanderweg hinunter, um dann umso schneller Richtung Balmberg zu fahren. Hier versucht Christoph in mehreren Telefonaten glücklos die beiden Gruppen zu vereinen. Nun geht es deutlich bergab: durch den Graben des Schofbachs bis fast nach Welchenrohr und anschliessend wieder schweisstreibend den Schitterwald hinauf zum weissen Stein.
Pünktlich und mit viel Durst sind wir beim Mittagessen. Dank der umsichtigen Platzreservation ist die ganze Bikegruppe endlich an einem Tisch vereint.
Am Nachmittag beratschlagen wir das weitere Vorgehen: alle möchten hinunterfahren – die einen möglichst schnell Richtung Bielersee ans Meer, die andern auf anfängergerechtem Downhill → wir teilen uns in zwei Gruppen.
Wir fahren gegen Westen. Kurz vor der Hasenmatt zweigen wir südseitig ab, manchmal etwas holprig und steinig, machmal laub- oder schotterbedeckt, aber meist gut fahrbar hinunter nach Lommiswil und Solothurn: Céline hat mit ihrem neuen Bike eine neue Sportart entdeckt.
Unser Dank geht an Christoph, der die Route in den schattigen Wäldern wunderbar ausstudiert hat: 34 km mit 1050 m aufwärts und 1660 m abwärts.
Einmal mehr meint es der Wettergott (oder ist es der Ehren-Angesteiner Petrus ?) gut mit uns: nach den letzten schon fast tropischen Frühsommertagen bedecken Schlierern den Himmel, was den Aufstieg für alle, die wandernd zum gemeinsamen Ziel auf den Weissenstein kommen, etwas weniger Schweiss treibend macht. Auch für die Bahnfahrenden sind wengier heisse Temperaturen willkommen. Dass Biken schweisstreibend unabhängig vom Wetter schweisstreibend ist, muss hier nicht speziell betont werden.
Pünktlich um 13:00 Uhr sind alle Gruppen am Ziel und 39 Angensteiner*innen sitzten an den Tischen im Restaurant Sennhaus. Hier durchmischen sich die Gruppen und der gemütliche Teil nimmt seinen Lauf. Gut gestärkt, mit mehr oder weniger gut gefülltem Bauch gondeln die meisten mit der Bahn ins Tal, ein paar Unentwegte fügen noch eine Extrarunde zu Fuss an. Den Bikern bleibt es vorbehalten, beschwingt ins Tal zurückzufahren.
Ein herzliches Dnkeschön an alle, die dabei waren und zur guten Stimmung beigetragen haben. Einen besonderen Dank an die Leitenden der 5 Gruppen: Catherine, Lotti, Marta, Remo, Max, Christoph und Felix.
Peter Strohmeier, Organisation
Faszination Felsensteppe – im trockenen kontinentalen Klima der Hänge nördlich der Rhone hat sich eine ganz besondere Pflanzen- und Tierwelt angesiedelt, die sich an diese extremen Lebensbedingungen angepasst hat. Bewaffnet mit Feldstecher, Lupe und viel Neugierde nehmen wir uns einen Tag Zeit um alles anzuschauen, was uns am Wegesrande auffällt. Die Nachtigall in den Resten des einstigen Auenwaldes, der schnarrende Bergpieper, Kuckuck und schaukelnde Apollofalter begleiten uns.
Im Sortengarten Erschmatt haben wir das Glück seinen Begründer Roni Vonmoos anzutreffen, der sofort zu einer kleinen Führung durch die Äckerchen mit verschiedensten Roggensorten mit winzigen Ackerunkräuter bereit ist.
Auf dem Weg nach Bratsch treffen wir noch auf weitere Raritäten wie Grünliches Wintergrün, Rundblättriges Hauhechel und den sehr seltenen Dingel, eine Schmarotzerorchidee.
Vielen Dank Euch allen für die vielen Fragen und für den schönen Tag!
Tourenbericht Skihochtour Aletschgebiet, 16. – 19. April 2026
1.Tag
Sechs Angensteiner und Bergführer Hansruedi trafen sich früh im Terminal in Grindelwald – voller Vorfreude auf das grosse Abenteuer. Mit Gondeln und Zug schraubten wir uns hinauf zur Jungfrau. Kaum aus dem Sphinxstollen getreten, wurden wir von warmen Sonnenstrahlen empfangen – ein erster Vorgeschmack auf die kommenden Tage.
Eine kurze Abfahrt über den Gletscher und anschliessenden Aufstieg zum Louwitor (3658m) diente zugleich zur Akklimatisation in der dünner werdenden Luft. Dann wartete ein echtes Highlight: eine lange, genussvolle Sulzabfahrt über den Kranzbergfirn hinunter auf den weiten Aletschfirn.
Von dort ging es in ruhigem Tempo weiter hinauf zum Skidepot unterhalb der Konkordiahütte – bis zum finalen Kraftakt: die schier endlose Metallleiter zur ausgebuchten Hütte (2850m). Nach einem überraschend interessanten Nachtessen mit «würzigem Biertreber» fanden wir schliesslich Erholung in unseren engen Betten – müde, zufrieden und voller Vorfreude auf den nächsten Tag.
2.Tag
Mit den ersten Sonnenstrahlen verliessen wir die Hütte und machten uns auf den Weg hinauf zur Grünhornlücke (3266m). Schritt für Schritt gewann das Morgenlicht an Kraft, und oben wurden wir mit einer grossartigen Abfahrt über den endlosen Fieschergletscher belohnt.
Bei bereits sehr warmen Temperaturen nahmen wir den Aufstieg zum Wyssnollen (3590m) in Angriff. Rund 300 Höhenmeter unter dem Gipfel liess sich ein Teil der Gruppe in den Schnee sinken und gönnte sich einen wohlverdienten Mittagsschlaf in der Sonne, während unsere beiden jungen Damen zusammen mit Hansruedi nochmals zulegten und entschlossen zum Gipfel aufstiegen.
Nach einer genussvollen Abfahrt stiegen wir über den Fieschergletscher hinauf zur sympathischen Finsteraarhornhütte (3051m). Dort wurden wir mit überraschend bequemem Einzel‑Nischenbetten belohnt – ein echter Luxus nach diesem langen Tag.
3.Tag
Bei Sonnenaufgang und mit leichtem Gepäck zogen wir los in Richtung Grosses Wannenhorn (3906m). Während einige der dünnen Luft Tribut zollen mussten und unterhalb des Gipfels Halt machten, wurden die übrigen auf dem Gipfel mit einer fantastischen Rundsicht belohnt – ein Moment zum Innehalten, Geniessen und Stolz auf die eigene Leistung zu sein..
Der Rückweg führte entlang der Aufstiegsroute zurück zur Finsteraarhornhütte,
4.Tag
Nach der Abfahrt über den Fieschergletscher, fellten wir über den Galmigletscher hinauf in die Bächilicke (3376m), begleitet von leichtem Schneefall. Von dort seilten wir uns mit den Skiern rund 30 Meter ab, bevor wir bei guten Schneeverhältnissen über die Mittelwase hinunterfuhren – nicht ohne dabei von laut pfeifenden Murmeltieren begrüsst zu werden. Bei strahlendem Sonnenschein ging es anschliessend zu Fuss über eine Stunde hinunter nach Reckingen, wo wir die frühlingshafte Blumenpracht in vollen Zügen geniessen konnten. Es waren vier anspruchsvolle und unvergessliche Tage mit einem grossartigen Team.
Nochmals allen ein herzliches Dankeschön! Peter Strohmeier (TL), Hansruedi Gertsch (BF), Ursi E., Franziska A., Delia Sch., Daniel O. und Beatrix O. (Autorin).
Reduce to the Max ...statt 3 nur 2 Tage & statt 5 nur 1 Gipfel, wetterbedingt; statt 6 nur 3 Tourengänger, unfallbedingt: Christoph, Cornelius, Frank; immerhin in 3 Kantonen, wie geplant: Uri, Tessin, Wallis.
Damit es nicht zu spät und warm wird, holt uns Christoph in Sursee mit dem Auto ab.
Ansturm auf die umliegenden Gipfel ...9 Uhr in Realp angekommen und den allerletzten Parkplatz bekommen :-) Hier starten die Scharen der Tourengänger.
Frohgemut ...Das noch ferne Ziel mit dem passenden Namen leuchtet am Horizont.
Noch gut 100Hm ...Erste Schwelle nach etlichen Spitzkehren geschafft, im Tessin angekommen - richtig warm und weicher Schnee, kleiner Schreck bei ~10m tiefem Schneerutsch am steilen Osthang.
40Hm unterm Gipfelkreuz ...Den letzten Anstieg lassen wir aus, zu absturzgefährdet bei der Hitze.
Gipfelfoto
zufriedener Gipfelstürmer
Blick ins Bedrettotal ...blau, blau, blau der Himmel
Blick ins Tessin ...blau, blau, blau der Himmel
Blick zurück ...auf dem Weg zur Rotondohütte
Trullo ...oder was?
Endlich nach 1800 Hm ...Tagesziel erreicht
Wetterhahn ...noch kein Wetterumschwung in Sicht
Gemütlicher Teil der Tour ...Z'nacht mit superleckerer Suppe, Gschnetzeltes, Schoggikuchen und ein Kräuterschnaps; dann eine Spielrunde Yahtzee
Aufbruch bei Mondschein ...Frühstück um 5, Aufbruch um 6
Sonnenaufgang ...um 7 Uhr
Läckipass ...Spitzkehren, Spitzkehren, Spitzkehren und auf der letzten davon noch Harscheisen nötig! Und es kommen noch mehr davon...
Kraxelei ohne uns ...Überschreitung des Grossen Muttenhorns lassen wir auch aus, Wolken ziehen schon auf. Wir stürzen uns direkt den steilen Abhang hinunter, beim Kratzen der Skikanten auf der harten Piste träumen wir von Pulverschnee.
Couloir ins Geretal ...mit hübschem Sulz am Ende der 1200Hm langen Abfahrt
Gen Oberwald ...Dort geht's nahtlos heim per SBB nach Realp und per Auto nach Sursee, wo der Zug zur Weiterfahrt schon einfährt. Also statt lockerem Abschluss-Drink ein letzter Anschluss-Sprint.
Noch etwas Statistik ...mit Swisstopo ganz zum Schluss
Viel erlebt - vielen Dank, Christoph!
In Airolo wollten 25 Skitouristen das kleine Postauto besteigen. Das war unmöglich. Der Chauffeur holte dann zuerst den grossen Bus aus der Garage, um alle einladen zu können.
Der Aufstieg ab Ossasco verlief unspektakulär, ausser dass es teilweise brütend heiss war und der Schweiss in Strömen floss. Auf dem steilen Waldweg versuchte sich eine Teilnehmerin im Rückwärtsrutschen. Ein anderer gewann den Wettbewerb um den kleinsten Tourenrucksack. Ein dritter lernte, dass man neue Tourenschuhe gleich zu Beginn bequem einstellen sollte: boa(h), das ist schwierig.
In der Hütte widmeten wir uns der Suche nach dem Trocknungsraum, den roten Ärmeln bzw. dem Sonnenbrand, dem Apfelstrudel, dem Hüttenhund und der philosophischen Frage, welche Fenster nach «Süden» zeigen bzw. ab welcher Windstärke die Himmelsrichtung eventuell vertauscht würde und ob eine Stunde Sturm von «Süden» und eine Stunde Sturm von «Norden» im Durchschnitt «windstill» ergeben könnte. Zudem nahmen wir ein neues Mitglied in den «Club der Regenbogenmützen bzw. -Socken» auf. Auf die Anmeldung eines Neumitglieds im SAC Angenstein warten wir noch, aber die versprochene Hüttenübernachtung würden wir gerne gewinnen. Früh am Abend waren wir hundemüde und gingen ins Bett. Beim folgenden grossen Palaver von Bett zu Bett war dann sämtliche Müdigkeit wieder vergessen.
Über Nacht gab es bei einigem Wind zwischen 20 cm und 40 cm Neuschnee, zudem war die Sicht ziemlich eingeschränkt. Eine Tour auf einen der umliegenden Gipfel oder einen der höher gelegenen Passübergänge war unmöglich. Wir fuhren auf direktem Weg hinunter nach Ossasco, d.h. wir gruben ein Trassee in den tiefen Schnee. Gesehen haben wir nichts und manchmal blieben wir im Schnee stecken. Trotzdem (oder gerade deswegen) hatten wir viel Spass.
Die netten Kollegen nahmen uns mit dem Auto von Ossasco nach Airolo mit. Unsere Tour führte zum Abschluss nicht «auf», sondern «ins» Cristallina. Nur hatte leider die örtliche Pizzeria am späten Vormittag den Ofen noch nicht eingeschaltet.
Bei strahlendem Sonnenschein gingen wir vom Oberalppass vorbei an schwitzenden Rekruten und vielen Hundespuren auf den Pazolastock. Die Abfahrtshänge waren nur gegen Norden gut, und so wurde in den teils relativ steilen Osthängen das skifahrerische Können auf eine harte Probe gestellt. Alle meisterten es bravourös, und wir genossen verdient einen lustigen Abend in der Camona da Maighels.
Am Samstag ging es dann auf den Piz Ravetsch. Die letzten 100 hm sogar abenteuerlich mit Steigeisen und Pickel. Es folgte eine den Verhältnissen entsprechende top Abfahrt zur Vermigelhütte. Dort wurden wir sehr gut bewirtet und fielen dann mit einem von Studentenschnitten voll gefüllten Bauch müde ins Bett.
Da sich das Wetter in der Nacht stark verschlechterte und es am
Morgen stark windete und schneite, ging es am Sonntag nur noch über Andermatt zurück nach Hause. Ein Wochenende voll Abenteuer und Spass. Vielen Dank an alle Teilnehmenden.
S¨Bärner Oberland isch schön,… insbesondere im Färmeltal gen Albristhorn.
Da waren’s nur noch 3: einem Teilnehmer war es zu schwierig – ok, ein Teilnehmer kam ohne Felle – oje.
Da gehts lang! Auf speziellen Wunsch eines Teilnehmers nehmen wir die lange, "gemütliche" Route.
Ziel in Sicht – ist aber erst etwa die “gemütliche” Hälfte.
Krakselei am Gipfel – noch spannender wird hier die Abfahrt bei sicher 45° Steilheit.
Albristhorn-Gipfelkreuz
3 glückliche Türeler
verdiente Rast
Fernsicht vom Wüstensand verdeckt
Die Tour dauerte von 10-15 Uhr, davon 40 Minuten spannende Abfahrt, kommentiert mit ein paar Worten statt Fotos: Zuerst die Nagelprobe am Steilstück, dann sämtliche Schneebedingungen in schnell wechselndem Tempo, zum Schluss noch ein Sahnehäubchen aus feinstem Sulz.
Und ganz zum Schluss noch ein Sahnehäubchen, oder besser ein Sahnehaufen, auf feinen Kemmeribodener Meringue mit Glace im Gasthaus zum Adler – das haben wir uns verdient! Christoph, vielen Dank für das Wintererlebnis!
Samstag
Kurzer Aufstieg zum Refuge Solalex: wunderschön gelegen und am Nachmittag um 16 Uhr fast menschenleer. Ab 18 Uhr werden dann die Touris aus Gryon und Villars mit dem Schneetöff herangekarrt und im Schichtbetrieb mit Fondue oder Raclette verköstigt: ein seltsames Treiben.
Wir genossen zu viert das bequeme 10-plätzige Dortoir mit Dusche und WC.
Sonntag
Das Früstücksbuffet im Berggasthaus Miroir d’Argentine ist sehr vielfältig. Leider aber erst ab 8 Uhr geöffnet. Bei den warmen Temperaturen mussten wir uns etwas einfallen lassen, um rechzeitig den Buttersulz für die Abfahrt zu erwischen: wir verkürzten die Tour und stiegen anstatt zum Col des Chamois auf die Haute Corde. Der Tiefblick ins Miroir d’Argentine war gewaltig. 10 Steinböcke, 20 Gemsen und ein Bartgeier waren unsere tierische Ausbeute. Der Schnee hat für die Abfahrt perfekt gepasst.
Zukünftig geben sich die Tourenleiter Mühe, entweder mit dünnen Handschuhen oder funktionstüchtigen Skitourenschuhen zu erscheinen.
Skitourenwoche Surselva
Tag 1: Piz Sezner (mit Schneeprofil), Pulver zum Anschauen
Tag 2: Bassa di Söu, die schöne Alternative im Lee
Tag 3: Maighels Hütte / Piz Borel Pitschen 🙃, eben 3+
Tag 4: Pizzo dell’ Uomo (Nordgipfel) mit Notbiwak im Schnee (bei strahlendem Sonnenschein)
Tag 5: Val Milà bei herrlichem Sulz
Alles bei 3+, es wummte oft. Besten Dank Thom für die umsichtige Führung und Dominik für die Organisation!
Schnee
Zu unserem Glück gab es in der Vorwoche richtig viel Neuschnee in der Region. So waren alle Hänge weiss.
Am ersten Tag fanden wir etwas Pulver. An den folgenden Tagen wandelte sich dieser um, zuerst in Bremsschnee, dann aufgrund der vielen Spuren, der warmen Tage und kalten Nächte in holprigen und teilweise unangenehm oder schwierig zu fahrenden Schnee, dann in wunderschönen Sulz.
Wetter
Das Wetter war fast immer perfekt. Wir brauchten viel Sonnencréme und kaum eine Windjacke.
Touren
MO: Gsteig - Walighürli - Feutersoey
DI: Gsteig - Walliser Wispile - Lauenen
MI: Glacier 3000 - Sommet des Diablerets - Oldenalp - Reusch
DO: Col du Pillon - Isenau - Floriette - Isenau - Les Diablerets
FR: Col du Pillon - Isenau - La Palette - Col de Voré - Col du Pillon
SA: Gsteig - Walliser Wispile - Gsteig
Stimmung
Wie immer eine wunderbare Gruppe mit viel Lachen, gegenseitigem Helfen im Schnee, geistreichem Austausch und wunderbarem Essen.
Nur die Anzahl der Snowboarder wird in jedem Jahr kleiner...
Mittwochtürli vom Schächental über Spilauergrätli nach Muotathal
Im Februar gab es endlich viel Schnee, mit viel Wind und schwankenden Temperaturen. Das seit Jahren geplante Türli von Bürglen im Schächental über das Spilauer Grätli mit der langen Abfahrt nach Muotathal, war am Mittwoch 18.2. nicht möglich. Zu den schlechten Schneeverhältnissen kamen Schneeregen bis 1800 m und Nebel. Mein Muotathaler Skitourenfreund, Gerhard Spisla, rekognoszierte und riet zum Laucherenstöckli ab Illgau, es sei technisch machbar, aber sicher kein Vergnügen. Wir verzichteten, mussten acht Teilnehmer:innen enttäuschen und verschieben. Es kam die Basler Fasnacht, wer geht schon während der Fasnacht auf eine Skitour, obwohl sich die Verhältnisse rasch besserten.
Am Dienstag, 3. März wagten wir die geplante Tour über das Spilauer Grätli. Nur noch vier Angensteiner:innen trafen sich mit Gerhard Spisla um 9 Uhr, nach einem sehr früher Start in Basel, bei der Talstation des Rämsenberg Seilbähnchens und liessen uns bei schönstem Frühlingswetter auf 1600 m hochfahren. Zur positiven Überraschung konnten wir hier anfellen und auf einer noch guten Schneespur den Aufstieg beginnen. Über den Kinzig Pass erreichten wir auf sehr hartem Schnee den Punkt 2149 m und genossen die fantastische Aussicht. Delia und Ramon nahmen mit Gerhard auch noch die restlichen 150 Höhenmeter, durch die sehr steile Ostflanke auf das Grätli, unter die Felle. Es gab nur eine kurze Pause, die intensive Sonne erzeugte die ersehnte Sulzschicht auf dem gefrorenen Schnee, wir fuhren, oft jauchzend, auf unterschiedlichem, aber meist gutem Schnee, Richtung Muotathal ab. Auf etwa 900 m Höhe bei Saali war die Herrlichkeit zu Ende, mit aufgeschnallten Skis stiegen wir entlang der beeindruckenden Hürlibachschlucht, nach Muotathal ab. In der bekannten Conditorei Schelbert verabschiedeten wir uns mit Dank von Gerhard, der uns mit seinen Insider Kenntnissen so sicher angeführt hatte.
Dabei waren: Delia, Ramon (Fotos), Ursi, Christian (TL und Bericht) und Gerhard aus Muotathal
Besser Klettern mit Matyas!
Skitourentage Pontresina 29.01.-01.02.2026
Donnerstag 29.01.2026
Traditionsgemäss starten wir am Anreisetag mit einer Tour. Bei schwierigen Schneeverhältnissen ist der Treffpunkt die Bahnstation Punt Muragl. Hier erwartet uns auch der Bergführer Thomas Bumann, ein waschechter Oberwalliser der freundlicherweise Hansruedi Gertsch ersetzt, welcher kurzfristig absagen musste.
Wechsel in die älteste Standseilbahn des Engadins und Fahrt zum Muotas Muragl (=kleiner Hügel) mit einer Top Aussichts - Plattform auf 2453 Metern Höhe!
Thomas erklärt uns die aktuelle Schnee-Situation: Es hat zwar etwa 30cm Neuschnee, aber darunter leider eine unstabile Altschneeschicht was eine Lawinen-Gefahrenstufe 3+ zur Folge hat! Äusserste Vorsicht ist also geboten!
Wir wandern Richtung Lej Muragl. Thomas ist vorsichtig und wir stoppen deshalb bereits auf Höhe der Forcla dal morts (2800 M.ü.M).
Die Abfahrt wird trotz schöner Schneedecke schwierig, häufiger Steinkontakt ist sicher! Auf solchen Skitouren sollten uns aber zerkratze Skis keine schlaflosen Nächte verursachen! Nach einigen Stürzen sind wir glücklich wieder zurück bei der Bergstation und verzichten gerne auf die Waldabfahrt ins Tal…
Nach dem Zimmerbezug im nostalgischen Engadinerhof stellt sich Thomas beim Apéro in bestem «Walliser Titsch» vor (Thorsten kennt jetzt schon «ambri und ambrüf»!!). Er ist ehemaliger Bäcker aus Saas Fee. Seine Bäckerei musste er aufgeben und ist jetzt ausschliesslich Bergführer mit viel Auslanderfahrung! Bei den prekären Schneeverhältnissen können wir von seinem Wissen in den kommenden Tagen profitieren!
Das Nachtessen präsentiert sich in Form eines reichlichen Engadiner Buffets, welches keine Wünsche offenlässt!
Freitag, 30.1.2026
Ein strahlender aber klirrend kalter Morgen bei ca. -14 Grad erwartet uns! Das heutige Ziel: Durch das lange Val Minor zum Motta Bianca!
Heute ist nicht Christian’s Tag! Statt zur Bus-Haltestelle pilgert er mit unserem Führer Thomas zum Bahnhof! Bis die beiden uns dann mit dem Auto zur Lagalp nachgefahren sind haben wir Zeit für einen Kaffee im Restaurant Lagalp und können uns aufwärmen. Die Wanderung im Val Minor wird zur aktiven Lawinenkunde. Wir schleichen wortwörtlich durch das Tal hinauf! Von beiden Seiten lauern Neuschneehänge auf nicht verbundener Altschnee-Schicht auf eine Rutschpartie in das Tal, welche dann auch wirklich stattfinden!
Der Führer Thomas bricht deshalb die Tour auf der Forcla Minor auf 2470 MüM ab und wir rutschen vorsichtig auf der Aufsstiegsspur über schneebedeckte Steine und diversen Lawinenkegel wieder zur Station Lagalpab hinunter. Dort werden wir nochmals von Thomas in der Handhabung des LVS instruiert. Die neuen digitalen Geräte haben ihre Tücken und das Suchen auf Feldlinien ist nicht allen geläufig. Solche Instruktionen und Übungen sind sicher immer wertvoll!
Nach diesem Tag zwischen Lawinen-Wumms und verschrammten Skis geniessen wir abends mit Hochgenuss einen stimmungsvollen Apéro am offenen Kaminfeuer im feudalen Hotel Walter nebenan!
Samstag, 31.01.2026
Nach den gestrigen Erfahrungen, „Gebietswechsel“ auf die wärmere, sonnige Seite von Celerina. Schöner gemütlicher Aufstieg auf Winter-Wanderwegen welche jetzt offenbar für Skitouristen wie uns „Maut-pflichtig“ werden! Wir gelangen über die Alp Laret und Sass da Muottas schliesslich auf den etwas zerklüfteten Gipfel des Sass Runzöl (2448 M.ü.M.) Die Rundsicht ist fantastisch und nebst all den vielen Bergbahnen rund um die Corviglia sieht man sogar bis in die Bergeller Berge (Piz Cengalo und Badile). Die Abfahrt zwischen Steinen, eingeschneiten Tännli und wechselnder Schneequalität ist anspruchsvoll und bringt sogar unseren Führer Thomas aus dem Gleichgewicht!
Bevor es dann über den Wanderweg weiter Richtung Tal geht, stossen wir mit selbst gebrannter „Saunier’s alter Zwätschge“ an und geniessen die strahlende Engadiner Sonne! Gleichzeitig fliegt (wie bestellt) die Patrouille Suisse eine grossartige Show in den glasklaren Engadiner Himmel, allerdings als Einlage für den gleichzeitig stattfindenden I.C.E. Auto-Event auf dem St. Moritzersee gedacht! Den im Tal wabernden Kerosen-Dampf nimmt man dabei kommentarlos in Kauf!
Am Schluss vereinfacht die Kunstschnee-Piste die Abfahrt zurück nach Celerina!
Sonntag, 01.02.2026
Thomas, unser Bergführer hat sich zum Abschluss eine besonders sichere Tour ausgedacht: Vom Bahnhof Pontresina via einer offiziellen Skitourenroute durch viel Wald Richtung Piz da Staz. Etwas mühsamer Aufstieg durch meist steiles Gelände bis wir die offenen Weiden von Muottas da Schlarigna erreichen. Auf 2400 Meter ist dann Schluss und Thomas gibt uns mittels Schneeprofil nochmals Anschauungsunterricht über den aktuell gefährlichen Schneedecken Aufbau. Die Waldabfahrt fordert dann alles ab von unserem technischen Können und den Ski Belägen und wird unvergessen bleiben! Aber alle erreichen schliesslich weitgehend unversehrt wieder Pontresina!
Trotz der schwierigen Schneeverhältnisse erlebten wir wunderbare gemeinsame Stunden im schönen Oberengadin. Herzlichen Dank dem umsichtigen Tourenleiter Peter Strohmeier und insbesondere auch unserem Bergführer Thomas Buhmann. Es ist ihm gelungen trotz der prekären Schneeverhältnissen sichere und interessante Routen für uns zu finden!
Es waren dabei: Peter Strohmeier (Tourenleiter), Esther und Martin Saunier, Eveline und Thorsten Rexhausen, Theres Briner Hertig und Urs Hertig, Iris Kaspar, Christian Aeschlimann, Peter Huber (Bericht) und Thomas Bumann (Bergführer).
Gemütlicher Ski-Saisonstart in Wergenstein
Bei der Anreise nach Wergenstein versichern wir uns, dass wir die Wanderschuhe dabei haben. Der Blick von Zillis Richtung Wergenstein trübt kein Brösmeli Schnee. Nun ja es heisst gemütlicher Saisonstart und Schnee wurde nicht versprochen!
Im sehr behaglichen Hotel Capricorn laden wir den Rucksack ab und gehen heimlich auschecken wie weit wir die Skiausrüstung tragen müssen. Aber genau hinter dem Haus zieht im Schatten der Bäume ein Schneebändli Richtung Tourengebiet.
Beruhigt geniessen wir das feine Abendessen und unser hübsches Doppelzimmer.
Am Morgen frisch gestärkt vom köstlichen Zmorgen starten wir den Tag wenige Meter hinter dem Haus. Der Schnee knirscht unter den Skis beim Aufstieg zum Carrusapass. Ehrgeizig steigt die schnellere Gruppe 1100 Meter hoch zum Carnusapass. Die genussvolle Abfahrt über bereite Rücken ist die Belohnung.
Da wirklich wenig Schnee liegt, planen wir den nächsten Tag von Splügen aus Richtung Guggernüll. Auch hier liegt in den Hängen sehr wenig Schnee. Beim Aufstieg beobachten wie eine Dreiergruppe Gämse, die eine kleine Lawine auslöst. Das lässt uns den Aufstieg noch sorgfältiger wählen, obwohl das Lawinenbulletin «mässig» anzeigt. Den Gipfel erreichen wir nicht, da wir zu viele Wumgeräusche hören. Sorgfältig fahren wir zurück nach Splügen, wo das Taxi uns abholt.
Wie an den Tagen zuvor scheint auch am letzten die Sonne. Der Himmel ist wolkenlos und tiefblau. Nochmals starten wir hinter dem Hotel. Wieder sind die Teilnehmer ambitioniert und am Mittag stehen wir nach einem bequemen Aufstieg auf dem Tguma da Tumpriv. Den Gipfel haben wir für uns alleine. Mit grandiosem Ausblick essen wir unser Brötli bevor wir die Skis wieder anschnallen. Herrlich ist der obere Teil der Abfahrt. Hübsche Kurven bleiben im Schnee zurück. Zügig sind wir in Wergenstein und geniessen die letzten Augenblicke von der Sonne geblendet am Fusse des Piz Beverin.
Schneeschuhtour auf den Morgartenberg (1243m ü.M.) am 6. Januar 2026
Catherine hat für die traditionelle DreiKönigsTour den Morgartenberg ausgesucht. Von neun geplanten Teilnehmer:innen sind sieben am Start, die zwei anderen sind krank. Der geplante Zug nach Arth-Goldau fällt aus, deshalb fahren wir über Pfäffikon SZ nach Rothenturm, erleben faszinierende Ausblicke in die verschneite Winterbergwelt. Nach dem LVS-Gruppencheck geht’s los, die Natur zeigt sich von einer kalten (ca. -9o Celsius) und malerischen Seite. Gemütlich erreichen wir den Gipfel, haben eine schöne Sicht in die Schwyzer Gipfelwelt; bald wird sich zeigen, wer am heutigen Tag eine königliche Rolle erhält. Das süsse Glück fällt Christian und Joachim zu, beide geniessen die Würde auf dem GipfelBänkliThron. Der Abstieg führt uns wieder nach Rothenthurm, von dort aus fahren wir nun via Arth-Goldau und Luzern nach Basel zurück. Zufrieden und vielleicht auch etwas müde: Eine Genuss-Rundtour inkl. Kuchenessen, eine Genuss-Rundfahrt.
Herzlichen Dank an Catherine E. für ihre umsichtige und kompetente Planung und Leitung. Es waren dabei: Catherine G., Christian, Delia, Joachim (Bericht), Stefan, Ursi.
Das Jahresschlussessen ist ein Traditionsanlass bei dem es sich lohnt, dabei zu sein. Bei der Wanderung vom Spalentor zum Wettsteinhof erfährt man von Max Bitterli manch Interessantes zur Stadt Basel. Im Wettsteinhof geniessen 50 Angensteinerinnen und Angensteiner an den schön gedeckten Tischen ein feines Mittagessen. Nach einer zum Nachdenken anregenden “weihnächtlichen” Geschichte werden Marta Fischer aus der Seniorenkommission und Urs Hänggi als Tourenleiter mit Dank (und Applaus) verabschiedet. Eveline Wyss wird als neues Miglied der Seniorenkommission willkommen geheissen. Kaffee und Kuchen runden den schönen Anlass ab.
Ein grosses Dankeschön gebührt allen Helferinnen und Helfern, allen voran Heinz Stöcklin (Koch) und Ursi Ebner. Aber auch Marta, Marlis, Edith, Eveline und Beat haben alles daran gesetzt, dass am Schluss alle zufrieden nach Hause in die warmen Stuben zurückkehren konnten.
Unsere Spontanidee, gemeinsam die Skier für die kommende Saison zu präparieren, hatte sich als Volltreffer herausgestellt. Die mitgebrachte Anzahl an Skiern überstieg bei weitem die Teilnehmeranzahl. So war es doch erstaunlich, dass am Abend mehr als 10 Paar Skier fertig bearbeitet zum Start in die anstehende Saison bereit standen. Auch konnte jede und jeder (so auch der “Tourenleiter”) noch nicht gekannte Tipps mit nach Hause nehmen und Neues lernen. Den Abend liessen wir bei Tee und mitgebrachtem Gebäck ausklingen. Herzlichen Dank an Annika für das grosszügige Zurverfügungstellen des gar nicht so kalten Arbeitsplatzes in ihrem geräumigen Kellerund ihrer gemütlichen Stube. Der Anlass war so erfolgreich, so dass wir davon ausgehen werden dasselbe im 2026 nochmals anzubieten.
wieder eine schöne Wanderung mit Weitsicht, wo auch das Gesellige nicht zu kurz kam
Lotti
Bereits zum fünften Mal haben wir nun das jährliche Notfallweekend für Bergsteiger durchgeführt und auch dieses Mal hatten wir trotz des ernsten Themas viel zu Lachen und zu Diskutieren.
Bereits beim Zustieg auf den Moron mussten alle anpacken, denn prompt trafen wir auf eine Unfallstelle! Zwei Wanderer brauchten dringend Hilfe, nachdem sie einen steilen Abhang heruntergerutscht waren und sich dabei schwer verletzt hatten. Mit Kreativität, Vorwissen und Pragmatismus wurden die Verletzten versorgt und zum Landeplatz der Rega transportiert. Ein steiler Start ins Wochenende!
Auf dem Moron gab es ein wenig Theorie, um eine Grundbasis zu schaffen, auf der anschliessend bei diversen kleinen Fallbeispielen aufgebaut werden konnte. Von Transporttechniken über Knochenschienungen, Verbänden, Unterkühlung und Unterzuckerung bis zu abgetrennten Fingern, alles wurde intensiv geübt und gelernt. Verköstigt wurden wir mit einem 5-Sterne zNacht durch das Hüttenteam – vielen Dank!
Am Sonntag lag der Fokus eher auf medizinischen Themen. Es wurde viel wiederbelebt, zudem allergische Reaktionen, Höhenerkrankungen und Schlangenbisse behandelt und über die persönliche Bergapotheke diskutiert.
Am Schluss des Wochenendes besuchten wir noch den eingestürzten Tour de Moron. Hier trafen wir in einem nahen Hang eine abgestürzte Seilschaft und konnten höchst professionell alle 3 Bergsteiger aus der Steinschlagzone bergen, erstversorgen und nach kurzem Transport der Rega übergeben.
Das Wochenende war mit so vielen motivierten Teilnehmern ein grosser Erfolg, wir hatten viel Spass und freuen uns darauf, nächstes Jahr in die 6. Edition zu starten!
Paula und Julie
Ahornenrundweg
Trotz der Prognose für Nebel und leichten Niederschlag trafen sich am SBB in Basel 10 zuversichtliche SAC’ler:innen pünktlich am Gleis. Die meisten kannten sich gut, alle freuten sich auf den Ausflug in eine unbekannte Ecke des Glarnerlandes. In Näfels- Mollis wartete der Rufbus, um die Gruppe zum Berghotel Obersee auf 1000 Meter Höhe zu bringen. Nebel gab es erst ab etwa 1700m, so hatten wir unter der Nebeldecke gute Sicht. Es gab einen Anstieg von ca. 650 Meter, der Rundweg führte über Wald- aber auch zum Teil befestigte Forstwege. So konnten wir einen Mischwald in bunten Herbstfarben geniessen. Am Rande der Alpe waren noch Kühe anzutreffen, die grossen Spitzen von Bärensool-, Rosalpeli- und Rautispitz steckten im Nebel. Bei der Lunchpause am höchsten Punkt auf etwa 1450m sahen wir eine kleine Seilbahn, die im Sommer das Heu ins Tal befördert. Auf dem Rückweg passierten wir ein kleines Hochmoor, und umrundeten den Obersee, bis wir nach 4h wieder zum Ausgangspunkt kamen. In der Wärme des Berghotels bestätigten wir uns, dass wir zwar kein optimales Wetter hatten, aber den wunderschönen und etwas abgelegenen Ahornenrundweg genossen hatten!
Teilnehmer: Beat, Daniel, Reynald, Pascal, Corinne, Däni, Ruth, Ursi, Matthias
Wanderleiterin: Uschi